Im Frühjahr 2017 wurde als achte Weinwegstation der biblisch-historische Weinberg angelegt. Hier fanden uralte Traubensorten ihren Platz. Im Herbst 2019 konnte die erste Weinlese stattfinden. Die Organisatoren des Weinweges schnitten die reifen Trauben ab und leerten sie in die Mulde des Presssteins. Pfarrer Rainer Köpf zerdrückte daraufhin die Früchte mit nackten Füßen und körperlichem Gewicht, sodass der süße Traubensaft in Eimern am Auslauf des Presssteins aufgefangen werden konnte. Gemäß der Weinordnung Karls des Großen, wurde dieser Press-Akt mit „gewaschenen Füßen“ vollzogen. Wie im Mittelalter üblich, wurde kein sortenreiner Wein gekeltert, sondern ein aus dem gemischten Satz hervorgehender schillernder Mischwein, der so genannte Schillerwein. Die Öchslezahlen waren beachtlich, aber der spätere Wein lag doch etwas herb auf der Zunge. Nach dem vierten Schluck schmeckte er aber auf jeden Fall gut.